S Kapitel zwöi 、Parallelform (obe) Reihig
(Parallelismus)
D Kombination vo Bilder zeigt sich am meischte i dere Form, der Reihe nach sind das Vor-nach Verbindigsform (Ursach-Würchig) (wie: Dingzhen, Schicht-Steigerig), Gegesatz-Parallelform (wie: Antithese, Reihig) und überchreuzt versetzti Form (wie: ähnligi Sätz), under dene isch d Gegesatz-Parallelform am stärchste i Formschönheit und Rhythmus-Schönheit. D Parallelform wird nach ihrer Kombinationsform iilt i (1) Wortgruppe (Kurzphrase), Sätz i paralleler Nebeneinander-Stellig (Juxtaposition) aagordnet, das isch „Reihig“ (2) und e Reihenufzählig vo Benennigsstruktur mit em Nomen als Zentrum, das isch „Liejin“.
Erste Abschnitt, Reihig
Eins, Definition und Funktion vo Reihig
„Us drüü oder meh Strukture wo gliich oder ähnlich sind, mit glichmässigem Tonfall, Phrase, Sätz oder Abschnitte i Serie aagordnet, zum ähnliche oder verwandi Inhalt usdrücke, e rhetorischi Technik.“
„Reihig heisst, drüü oder meh Wortgruppe, Sätz oder Abschnitte mit ähnliche Struktur, glichmässigem Tonfall und verwandtem Sinn aazordne, zum d'Sprachchraft verstärke und d'Gfühl vertiefe.“
Wäge dem, dass gliichi Sätz immer wieder erscheine, git es es Gfühl vo Vielheit, Lebendigkeit und Stufewachstum, nöd nume erklärt es kraftvoll d'Sach, sondern hebt au de Inhalt wo usdrückt werde wott use, und d'Reihig isch grad e formal schöni Methode zum Gfühl und Bedeutung usdrücke.
Wenn mer d'Reihig-Technik mit Regelmässigkeit und Ordnig benutzt, zum Ereignis beschriibe, Landschaft schreibe oder Gfühl usdrücke, cha mer d'Sache und d'Szene vom Flache zum Tiefe, vom Nah zum Fern, vom Eng zum Breit, vom Chlii zum Gross Schritt für Schritt darstelle, nöd nume schafft es e Schicht-Schönheit, sondern het au d'Rhythmus-Würkig vo Wiederholig und Steigerig, und gliichzitig macht es de Inhalt reichhaltiger und drückt s'Thema no klarer und vollständiger us.
De Autor meint, d'Reihig het die folgende Eigeschafte: (1) d'Satzstruktur isch ordentlich und usgliche, (2) d'emotionale Erklärung isch klar gegliedert (3) dr Satzrhythmus isch harmonisch und musikalisch (4) es cha „d'Sprachchraft verstärke und d'Bedeutig erweitere“.
Reihig isch andersch als Antithese. I wiitem Sinn (breiti Form) muess Reihig nöd gliichi Wortzahl ha und nöd Tonhöhe-Gegesatz oder gliichi Wortart beachte. Reihig untersucht e Rhetorik vo „Wiedererscheine vo Gedanke“; Antithese untersucht e Rhetorik vo „Form-Gegesatz“, und legt Wert uf gliichi Grammatik und ähnliche oder gegesätzligi Wörter. Reihig isch andersch als Wiederholig. Wiederholig isch s mehrfach Verwende vo gliiche Zeichen, Wörter oder Sätz, Reihig isch d'Darstellige vo mehrere Bilder.
Zwei, historischi Herkunft vo Reihig
D Rhetorik „Reihig“ het e langi Gschicht, im „Buch vo Lieder“ isch sie i grosse Mengi verwendet worde, vor allem i lokale Volkslieder vo dr Art „Guofeng“, wie „Qinfeng · Huangniao“, „Beifeng · Shiwei“, „Zhounan · Hanguang“, „Zhengfeng · Zijin“, „Qinfeng · Jianjia“, mer cha sie überall finde. Die lokale Volkslieder hei jede e spezielle Formstruktur (gemeinsami Satzform oder grammatischi Form), nume einzelni Wörter und Sätz hei chliini Veränderige:
„Qinfeng · Jianjia“
Schilf und Riet dicht und grün, wiissi Tau wird zu Reif. Die sogenannti Person, isch uf dr andere Syte vom Wasser. Stromufwärts folge, dr Wäg isch blockiert und lang. Stromabwärts folge, sie isch wie im Wasser-Mittelpunkt.
Schilf und Riet traurig und dicht, wiissi Tau isch no nöd troche. Die sogenannti Person, isch am Rand vom Wasser. Stromufwärts folge, dr Wäg isch blockiert und steil. Stromabwärts folge, sie isch wie im Wasser.
Schilf und Riet reichlich, wiissi Tau isch no nöd fertig, die sogenannti Person, isch am Ufer vom Wasser. Stromufwärts folge, dr Wäg isch blockiert und geboge; Stromabwärts folge, sie isch wie uf em chline Sandbank im Wasser.
„Jianjia“ isch es Volkslied vom Staat Qin, das isch es Liebesgedicht, wo d'Psychologie und d'Gfühl vo ere verliebte, treue Person beschriibt, sehr echt, verschlunge und bewegend. „Es Gedicht ‚Jianjia‘ het am meischte tiefe Sinn vo dr Volksdichter.“ Genau will „Jianjia“ „im Ausdruck vo Gfühl isch es erfrischend fürs Herz; im Beschriibe vo Landschaft öffnet es d'Ohre und Auge; d'Wörter chöme natürlich use, ohni künstlichi Verzierung.“
Volkslieder hei i dr Form d'Eigeschafte vo „Liedform“, sie benutze allgemein Reihig als „Aordnigs-Sprochform“, vor allem verlangt jede Abschnitt „gliichi Struktur, ähnligi Tonlag, verwandi Inhalt“, zum dr musikalischi Effekt vo „Wiederholig und Kreisbewegig“ erfülle. S ganz Gedicht benutzt Kapitel-Wiederholig und wiederholts Singe, das heisst „Abschnitts-Reihig“, zum d'emotionali Kapazität und Intensität verstärke und s'Thema voll usdrücke.
„Reihig“ wird breit verwendet i Gedicht, Lied und Parallelprosa, wo Rhythmus betone, i allne Dynastie git es sehr gueti Wärk, wie im Han-Ziit s „Mulan-Lied“:
Im Ost-Markt es schnells Ross chaufe, im West-Markt es Sattelzüg chaufe, im Süd-Markt es Zügel chaufe, im Nord-Markt e lange Peitsche chaufe.
Am Morge verlässt sie Eltere, am Abe schlaft sie bi em Gelbe Fluss, sie ghört nöd d'Rüef vo de Eltere, sondern nume s'Plätschere vom Fluss.
Am Morge verlässt sie dr Gelbe Fluss, am Abe schlaft sie am Schwarze Berg, sie ghört nöd d'Rüef vo de Eltere, sondern nume d'Grüsch vo de Reiter vo Yan-Berg.
Die erschte vier Sätz zeige „Parallel-Reihig“, die zwöi letzte Abschnitte sind Gegesatz-Paarsätz.
Zum Bispiel: „Im Herbst isch s so: sini Farb isch trüeb, Rauch verfliegt und Wolke zieh sich zäme; sini Form isch klar, dr Himmel isch hoch und d'Sunne hell; sini Luft isch chalt, sticht i d'Haut und Knochen; sini Stimmig isch öd, Berge und Flüsse sind still.“ Das sind ordentlich strukturierte Sätz, d'Bilder schichte sich wie Wälle, dr Rhythmus isch stark, das isch au Reihig.
Zweite Abschnitt, formali Ästhetik vo Reihig
Eins, Grundlage vo formaler Schönheit
D Eigeschafte vo „Reihig“ sind: (1) es isch e Reihenufzählig vo Phrase oder Sätz, nöd Wiederholig oder Parallel-Gegesatz. (2) es muess drüü oder meh Wortgruppe, Phrase oder Sätz ha. (3) die Elemente müend strukturell gliich oder ähnlich sii. (4) sie müend im Tonfall einheitlich sii.
„Vielfältigi Einheit“ und „Differenzierig vom Gemeinsame“ sind d'ästhetischi Grundlage vo „Reihig“. Ma Ruichao seit: „Vielfältigi Einheit heisst, es Objekt vo Schönheit het e klare Einheit, aber sini Elemente sind vielfältig. Einheit und Vielfalt sind nöd getrennti Sache, sondern Einheit existiert i dr Vielfalt und verbindet die Teil. Einheit isch Einheit vo Vielfalt, Vielfalt isch Differenzierig vo Einheit, so werde sie organisch vereint.“
„Differenzierig vom Gemeinsame“ heisst, Reihig besteht us drüü oder meh Element, wo nöd komplett gliich dörfe sii, das git Vielfalt und ermöglicht Differenzierig; aber sie müend d'Regel vo „gliichi Struktur“ und „ähnliche Bedeutung“ befolge, das isch Einheit, also s'Gemeinsame zwüsche de Elemente. Reihig wird i parallele Satzform dargestellt, „gliichi grammatischi Struktur“ isch s'Gemeinsame, „ähnligi oder verwandti Bedeutung“ isch d'Differenzierig vom Gemeinsame. D'Vielfalt vo Differenzierig wird i dr gliiche grammatische Struktur vereinheitlicht.
Zwei, ästhetischi Wirkung vo Reihig
Mit Reihig zum Erkläre vo Sache cha mer e Effekt vo klarer Gliederig erreiche; mit Reihig zum Ausdruck vo Gfühl isch dr Rhythmus harmonisch und zeigt e überflüssigi Emotionalität; mit Reihig zum Erzähle und Landschaft beschriibe cha mer e Effekt vo klarer Schichtung, feiner Beschriibig und lebendiger Bildhaftigkeit erreiche. Und i dr Anwendung i Gedicht und Lyrik meinen Gelehrti, dass (1) im Sinn vo Bedeutung d’Sprachchraft verstärkt wird und dr Fluss durchgängig isch, (2) im Klang d’Form ordentlich wird und dr Rhythmus stark isch.
Dritte Abschnitt, formali Struktur vo Reihig
„Mit drüü oder meh Sätz mit ähnlicher Struktur, glichmässigem Tonfall und ungefähr gliicher Wortzahl, wo Bilder vo dr gliiche Kategorie oder Eigenschaft usdrücke, nennt mer Reihig.“
„E Reihe vo Sache mit dr gliiche Kategorie und Eigenschaft, mit Wortgruppe oder Sätz mit gliicher Struktur und ähnlicher Bedeutung, eins nach em andere usdrückt, das wird zu Reihig.“
Us de Definitione vo Gelehrte über „Reihig“ cha mer die folgende formale Bedingige zämesetze: (1) drüü oder meh Sätz (2) ähnligi Satzstruktur (3) glichmässiger Tonfall (4) ungefähr gliichi Wortzahl (5) Ausdruck vo Bilder vo dr gliiche Kategorie oder Eigenschaft.
Die fünf Bedingige chönd reduziert werde uf sechs Aspekt: „Satzanzahl“, „Satzform“, „Tonfall“, „Wortzahl“, „Wortwahl“, „Bedeutig“. Die erschte fünf ghöred zur äussere Form, dr letscht zur Inhalt. D’Erklärige vo de Gelehrte sind ähnlich, nume bi „Satzanzahl“ und „Bedeutig“ git es chliini Differenze. Die Differenze wird im spötere Abschnitt, bi dr Analyse vo „Reihig“ und „Antithese“, genauer erklärt.
De Autor meint, d’rhetorischi Funktion vo „Reihig“ cha us drüü Aspekt untersucht werde:
Eins, formali Aspekt
D’Form vo „paralleler Syntax“ selber het Eigeschafte vo „Nebeneinanderstellige“, „Anschluss“ oder „Steigerig“, und d’Form vo Reihig het au e „bildhafte“ Qualität, wie im Bildgedicht „Landschaft: No.2“ vom Dichter Lin Hengtai, wo Reihig benutzt wird:
„Landschaft No.2“
Windschutzwald
usse
git es no
Windschutzwald
usse
git es no
Windschutzwald
usse
git es no
Doch s Meer und d’Reihe vo Welle
Doch s Meer und d’Reihe vo Welle
Zhang Hanliang erklärt das Gedicht: „‚Landschaft‘ schafft dur Wiederholig oder paralleli Aordnig vo Verslinie oder Bildsprache unzähligi räumlichi Schichtige. ‚Landschaft Nr.2‘ benutzt eifachi Wörter und klare Bilder, aber durch spezielli Satzstruktur entsteht e unendligi räumlichi Ordnig.“
Zwei, semantischi Aspekt
Mehreri Sätz i Reihe mache d’Struktur kompakt, im Sinn vo Bedeutung entweder nebeneinander, fortsetzend oder schrittwiis steigend, klar i de Schichte und reich i de Bedeutung. Reihig cha effektiv langi oder churzi Satzforme i moderner Lyrik usgleiche, und schafft lokali Regelmässigkeit, wodurch d’Attention vom Leser fokussiert wird.
Drei, rhythmischi Aspekt
D’Element vo Reihig hei gliichi Satzstruktur, ähnligi Wortwahl und ähnlichi Länge, die ähnligi Satzform wiederholt sich im Rhythmus, und bim Vorträge wird dr Tonfall immer stärker, es entsteht e harmonischi Schönheit. I früeche Volkslieder im „Buch vo Lieder“ wird Reihig viel benutzt, um d’Anforderige vo wiederholendem Rhythmus z’erfülle. Die ähnligi Satzform sorgt dafür, dass d’Rhythmus vo de einzelne Teile ähnlich wird, d’Betonig vo de Silbe stimmt überein, und durch gliichi Leitwörter entsteht e regelmässigi Wiederholig vo Takt und Betonig, was e klare Rhythmus schafft.
Vierte Abschnitt, Erscheinigsforme vo Reihig
„Reihig“ het sich über längeri Ziit entwickelt und verschideni Ausdrucksforme bildet. Nach Klassifikatione vo Gelehrte wird es hauptsächlich i zwei Art unterteilt: (1) nach formaler Struktur i „Phrase-Reihig“, „Einzelsatz-Reihig“, „Mehrsatz-Reihig“, „Abschnitts-Reihig“. (2) nach Bedeutigsbeziehig i „nebeneinander Reihig“, „anschliessendi Reihig“ und „steigendi Reihig“. Die zwei Klassifikationsbasis hei je ihre Eigeschafte.
Eins, Klassifikation nach Struktur
(1) Phrase-Reihig
Au genannt „Wortgruppe-Reihig“ oder „Satzteil-Reihig“. Phrase-Reihig meint drüü oder meh Phrase mit gliicher Struktur und ähnlichem Tonfall, wo zäme aagordnet sind. Die Elemente sind Wortgruppe.
Ya Xian „Übersee-Gfühl“
Schwindel versteckt i dr Schiffs-Kabine im Essgeschirr
versteckt i Jackfrucht und Stör
versteckt i verblasste Lippen vo weibliche Passagiere
Ziit
Pendeluhr. Schaukel
Holzpferd. Wiege
Ziit
Dä Abschnitt beschreibt s Schiff uf em Meer und d’Seekrankheit vo de Passagiere. Drüü Sätz mit „versteckt i“ sind anschliessendi Reihig. Danach folge vier Bild-Nomen. Im zweite Teil sind „Pendeluhr“, „Schaukel“, „Holzpferd“, „Wiege“ Wortgruppe-Reihig. Verschideni konkrete Bilder drücke alli das schwankendi Gfühl vom Läbe uf See us und spiegle d’Schwindel vo vorher. Die Bilder zeichne klar s Läbe vo Seeleute und d’körperlichi Reaktion vo Passagiere.
Ye Weilian „Dr Klang vo blüehende Blume“
Sind das die Geräusch, wo nie ghört worde sind?
dr Klang vom Abwärtsgoh
dr Klang vo dr Sunnebestrahlung dr Klang vom Blüeh
du, du bisch s’Ufstiege
überlappsch Meer und Himmel
I dem Abschnitt sind „dr Klang vom Abwärtsgoh“, „dr Klang vo dr Sunne“, „dr Klang vom Blüeh“ Phrase-Reihig, und au anschliessendi Reihig.
Yu Guangzhong „Feuerbad“
wiissi Pfau Schwäne Kranich wiissi Chleider wiissi Fächer
Ziit still, i dr Mitti hocket e Weise e Einsiedler
ewig fliessend, ewig Flamme
reinigt d'Sünd vom Kämpfer s’Bluet vom Kämpfer
Seele, wie söttisch wähle
wähl d’Chälte i dr Chälte oder d’Hitze i dr Hitze
wähl s’Iis-Meer oder d'Sunne
e reine Seele isch immer nöd rein
Bad i Iis oder Bad i Füür isch Vollendig
isch wünschenswerti Vollendig und Füürbad
Füürbad isch no wünschenswerter, Füürbad isch schwieriger
Füür isch klarer als Wasser, tiefer als Füür
Füür, Tor zum ewige Läbe, durch Tod gebaut
Das Gedicht zeigt Wortgruppe-Reihig vo Farb- und Gegesatz-Bilder, wo „Reinheit“ und „Kontrast vo Chalt und Warm“ darstellt.
(2) Einzelsatz-Reihig
Einzelsatz-Reihig meint drüü oder meh Einzelsätz mit ähnlicher Struktur, glichmässigem Tonfall und verwandtem Inhalt, wo zäme aagordnet sind. Jeder Satz isch kurz, mit schnellem Rhythmus und kraftvoll.
Shang Qin „Ferni Hypnose“
halte dr Klang halte d’Nacht
halte d’Vögel halte dich
halte dr Chrieg halte dr Tod
ich halte dich i dr Nacht
halte s’Bild halte dich
halte d’Gschwindigkeit halte d’Nacht
halte d'Schatte halte d’Dunkelheit
ich halte dich i dr Nacht
halte d’Einsamkeit halte d’Nacht
halte d’Distanz halte dich
halte d’Nacht halte d’Nacht
ich halte dich i dr Nacht
Die Sätz bilde klare Reihig-Struktur mit Wiederholig und Rhythmus, aber chönd au monoton wirke.
Luo Fu „Im Wagen Du Fu läse“
Berg e Strecke Wasser e Strecke
umarmt d'Sunne umarmt d’Blueme
umarmt dr Himmel umarmt d’Vögel
umarmt dr Frühlig und Rausch uf em Wäg
Räge e Strecke Schnee e Strecke
umarmt s’Wasser umarmt s’Boot
umarmt dr Wäg umarmt s’Fahrzüg
umarmt d’Heimatangst uf em Wäg
Die zwei Reihig-Strukture sind ineinander verschachtlet und rhythmisch lebendig.
Zhang Cuo „Stelewald bsueche“
über drüütuusig Steintafle
bildet Tradition wo nöd zerstört wird
das isch Quelle vo Schriftkunst
ordentli und korrekt Schriftsorte
starchi Strich und elegante Form
stolzi Haltung vo Schrift
und Steinschnitzerei vo Grab und Tempel
ehrliche Nashorn
starchi Löwe
mitfühlendi Bodhisattva
friedliche Laozi
und selbstverständlich die sechs Pferd
Die Verse enthalte zwee Gruppe vo Reihig, beide sind Einzelsatz-Reihig und nebeneinander Reihig.
(drei) Reihig vo Mehrsatz
„Es wird verlangt, dass d’Sätz, wo Reihig bilde, Mehrsatz sind, und jede Mehrsatz ghört zur gliiche Kategorie. D’Reihig vo Mehrsatz, will d’Sätz länger und relativ ordentlich sind, liest sich mit Betonig und Rhythmus, frei im Öffne und Schliesse.“
Zhang Mo „Chliine Halt bi dr Paiyun-Pavillon“
E Berg isch höher als dr andere, verschlunge
E Stei isch höher als dr andere, aufragend
E Baum isch dichter als dr andere, dunkelgrün
E Hügel isch tiefer als dr andere, geheimnisvoll
Ah! das, wo nöd z’End gseh wird, nöd abbroche wird, nöd ganz ergriffe wird
alles wird em Himmel übergeh
nüt bliibt
oder es isch nur voll vo schief liggende Wolkeschatte
Das Gedicht isch es tüüplischs Bispil vo Reihig. Im erschte Abschnitt sind vier Mehrsätz vo gross nach chlii aagordnet und bilde Mehrsatz-Reihig. D’gemeinsami Struktur isch „e □ isch wie e □, ※※“, □ isch Nomen, ※※ isch Adjektiv. Im letschte Abschnitt isch dr erscht Satz „Ah! das, wo nöd ...“ Wortgruppe-Reihig mit dr Struktur „◎ nöd *“, ◎ isch Verb, * isch Adverb. Das wird als Einzelsatz-Reihig betrachtet, will er in dr Bedeutig in drüü paralleli Sätz cha zerlegt werde.
Yu Guangzhong „Nacht wie es Netz“
Weisch du, wie d’Nacht so verschwumme chunnt?
vom Meer? e Liecht nach em andere?
vom Land? e Lampe nach dr andere?
vom Wind? e Vogel nach em andere?
s gross Netz vom Himmel verpasst nüt
d’Hand wo s Netz wirft, schafft us nüt
weisch du, wie es losglo und igzo wird?
lueg die schrägi Reihe vo Föhren
dicht behaart, im Gegelicht
immer undeutlicher und verschwummener
s Fenster zum Meer
wott grad säge, d’Dämmerig chunnt
plötzlich ändert sich d’Farb
seit, d’Nacht chunnt
seit, s graue Netz verpasst nüt
zieht sich zäme
egal wo du bisch
uf welere Insel oder i welere Ecke
Die drei Mehrsatz-Bilder „vom Meer“, „vom Land“, „vom Wind“ sind i Reihig nebeneinander mit dr Struktur „vom □?, e □ nach em andere?“. Das schafft e vielstimmigi Wiederholig im Rhythmus. Die Bedeutig zeigt e Fortbewegig vom Meer zum Land zum Wind, also es isch au anschliessendi Reihig.
(vier) Abschnitt-Reihig
Abschnitt-Reihig meint, dass i eme Text oder Gedicht drüü oder meh Abschnitte mit gliicher Struktur, ähnlichem Tonfall und verwandtem Inhalt nebeneinander stöh. „Abschnitt-Reihig het die Eigeschafte: jede Mehrsatz ghört zur gliiche Kategorie, d’Sätz sind länger und ordentlich, und s Läse het Rhythmus und Freiheit.“
Yu Guangzhong „Vier Reime vo Heimweh“
gib mir e Schöpfer Wasser vom Jangtse, oh Jangtse
wie Wy isch das Wasser
dr Geschmack vom Rausch
isch dr Geschmack vom Heimweh
gib mir e Schöpfer Wasser vom Jangtse, oh Jangtse
gib mir es Blatt Begonie-Rot, oh Begonie-Rot
wie Bluet isch das Rot
dr brennendi Schmerz
isch dr Schmerz vom Heimweh
gib mir es Blatt Begonie-Rot, oh Begonie-Rot
gib mir e Schneeflocke-Wiiss, oh Schneeflocke-Wiiss
wie Brief isch das Wiiss
s Warte uf Brief
isch s Warte vom Heimweh
gib mir e Schneeflocke-Wiiss, oh Schneeflocke-Wiiss
gib mir e Duft vo Winterpflaume, oh Winterpflaume
wie Mueter isch dä Duft
dr Duft vo dr Mueter
isch dr Duft vo dr Heimat
gib mir e Duft vo Winterpflaume, oh Winterpflaume
Das Gedicht isch tüüplisch für Liedform. Liedform benutzt oft Abschnitt-Reihig für musikalischi Wiederholig. Eigeschafte sind: gliichi Länge vo Linie, gliichi Silbezahl, gliichi oder ähnligi Endreim, gliichi Grammatikstruktur, ähnlicher Tonfall, verwandti Bedeutig.
Zwei, Klassifikation nach Bedeutig
(eins) nebeneinander Reihig
Die einzelne Teile sind i dr Bedeutig parallel. Es isch e Technik, wo Phänomene vo dr gliiche Art mit ähnlicher Struktur nacheinander usdrückt werde. Die Verbindig basiert uf Ähnlichkeit oder Gegensatz-Assoziation.
Zheng Chouyu „Chliine Fluss“
het Träne vom besiegte General ufgnoh
het Träne vom verlore Händler ufgnoh
het Träne vom verbannt Beamte ufgnoh
het Träne vom entflohene Soldat ufgnoh
oh chliine Fluss, ich bin jetzt cho
und ich lieg ohni Träne bi dir
Die vier Bilder sind zufällig nebeneinander gstellt, d’Reihe cha veränderet werde ohni d’Bedeutig z’ändere. Struktur isch „het □□ Träne ufgnoh“.
Gao Dapeng „Schwert zieh“
am Abe viel Wind, alles isch leer
zieh s Schwert zum Oschte
zieh s Schwert zum Weste
zieh s Schwert zum Süde
zieh s Schwert zum Norde
Die vier Richtige sind frei aagordnet, d’Reihig isch parallel.
(zwei) anschliessendi Reihig
Die Teile sind logisch verbunde und folge nacheinander wie Welle. Die Verbindig basiert uf räumlicher oder zeitlicher Nächi.
Walis Yugan „Räge fallt uf s Dach vom Dorf“
ich gseh Räge uf s Dach
Schuelchind gönd i d’Schuel
werde Fründe mit allne Chind
jungi Lüüt zeige starki Arm
schüttle Händ mit andere
Mittelalterigi zeige Träne
wie Eltere uf dr Insel
schütze Chind mit Herz
ich weiss, dä Räge gaht durchs Dorf
trägt Rueh und Fruchtbarkeit
über jedes Dorf
über jede Stadt
über jedes Gsicht
über jedes Herz
ich gseh d’Insel löst sich uf
verschideni Gsichter
verschideni Sprache
alles löst sich uf
wie Brüeder tanze im Räge
wie Fründe gönd zäme
wenn Räge Hass ufhebt
wenn Räge Konflikt ufhebt
ich gseh Räge uf s Dach
dur Stadt und Lüüt
vereint sich uf dr Insel
zu öppis Grosses
zum Reinste und Älteste
mir nenned es
Liebi
Im Gedicht git es drüü Gruppe Reihig: „Schuelchind, jungi Lüüt, Mittelalterigi“ isch anschliessend; „über Dorf, Stadt, Gsicht, Herz“ isch steigend; „Hass ufhebe, Konflikt ufhebe“ isch au steigend.
Yu Guangzhong „Heimweh“
i dr Chindheit
Heimweh isch e chliini Briefmarke
ich bi uf dere Site
d’Mueter isch uf dr andere Site
nach em Erwachse werde
Heimweh isch es schmales Schiffsbillet
ich bi uf dere Site
d’Bruut isch uf dr andere Site
spöter
Heimweh isch es chliises Grab
ich bi dusse
d’Mueter isch dinne
und jetzt
Heimweh isch e flachi Meeresstrass
ich bi uf dere Site
s Festland isch uf dr andere Site
Das Gedicht isch es tüüplischs Bispil vo anschliessender Reihig. Dr Ablauf passiert i dr Ziit, im Raum und i dr Beziehig: Ziitlich vo Chindheit bis jetzt; räumlich vo Trennige bis Distanz; emotional vo Verbundig bis endgültigi Trennig. Die Struktur isch einheitlich und schafft musikalische Wiederholig und Rhythmus.
(drei) steigerndi Reihig
Zwüsche de einzelne Teile wird d’Bedeutig immer tiefer und het e Ursache-Wirkig-Beziehig. D’Verbindig basiert uf Kausalität. Die Satzstruktur isch gleich oder ähnlich und zeigt e Form vo „Ursach – Folg“.
Li Yufang „Für dr Maqaw-Nationalpark“
dr Bergpfeffer wachst im Nebelwald
het dr Gschmack vo dr Atayal
bitte leg d’Kettensäge ab
bitte lösch dr Rauch
bitte leg s Ohr uf d’Erde
im Nebelwald
dr Stamm vo alte Bäum
dr ruhigi Herzschlag isch
s Bekenntnis vo de Berge
nur Bergpfeffer im Schutz
trägt dr Gschmack vo dr Atayal
Die Reihig entwickelt sich vo stoppe vo Zerstörig bis aktiver Schutz, d’Bedeutig wird immer tiefer, drum isch es steigerndi Reihig.
Luo Fu „Mitternacht Brief läse“
s Liecht i dr Mitternacht
isch es nackts
chliises Fluss
din Brief schwimmt wie e Fisch
lies d’Wärmi vom Wasser
lies d’Schuppe uf dinere Stirn
lies dr Fluss wie e Spiegel
lies dis Lache im Spiegel
wie liese vo Schuum
Im Läse wird steigerndi Reihig benutzt, d’Bedeutig entfaltet sich Schritt für Schritt, jede Zeile bildet e eigenständigi Einheit und zeigt d’vielfältige Gfühl bim Läse.
Fünfte Abschnitt, Unterscheidig vo Reihig und ähnliche Stilmittel
Eins, Reihig und Antithese
Reihig und Antithese sind ähnlich, aber unterschiedlich: Antithese verlangt gliichi Wortzahl, Reihig nöd; Antithese verlangt Paar, Reihig nöd; Antithese vermeidet gleiche Wörter, Reihig benutzt sie oft. Reihig het mindestens drüü Sätz. Reihig basiert uf Einheit i Vielfalt, Antithese eher uf Gegesatz.
Us grammatischer Sicht:
(1) Satzstruktur und Wortreihenfolg
Beidi hei gliichi Struktur und Ordnung vo grammatische Elemente. Gleiche Wortarte und gleiche Reihenfolg bilde d’Struktur.
Bispil:
zwei Pirol rüefe i grüene Weide, e Reihe Reiher flügt i blaue Himmel
Struktur: Zahlwort + Nomen + Verb + Nomen
(2) Tonfall
Im Reihig muess dr Tonfall gleich sii, sonst git es Widerspruch. Bestätigend und verneinend muess konsistent sii. Wenn dr Tonfall andersch isch, entsteht eher Gegesatz oder Antithese.
(3) Wortwahl
Antithese sucht Unterschied i de Wörter, um Gegesatz z’zeige. Reihig sucht Einheit i de Wörter, um gleiche Struktur und Bedeutig z’halte.
Bispil Antithese:
Abendröte und einsame Vögel flüge zäme, Herbstwasser und Himmel sind e Farb
Bispil Reihig:
Boge spanne muess stark sii, Pfeil verwände muess lang sii; Mensch treffe zuerst s Ross, Feind fange zuerst dr König
Die Struktur vo de Sätz isch gleich, Wortwahl teilweise gleich, aber Objekt unterschiedlich.
Zwei, Rhetorik-sichtigi Untersuechig
Däbe wird untersuecht (1) „Satzanzahl“ und (2) „Wortanzahl“.
1, Satzanzahl
Ob bi dr Rhetorik vo „Reihig“ d’Satzanzahl au die Form vo „zwei Sätz“ umfasst, git es historisch zwei Meinig, wo d’positivi Haltung nur e Minderheit isch. Chen Wangdao seit, „Antithese muess immer paarwiis sii, Reihig isch nöd beschränkt“, „es git au Reihig, wo nume zwei Sätz parallel zäme benutzt, das isch sehr ähnlich wie Antithese“, und bringt zwei Bispil: „Ich ha e Person, wo ich vermiss, sie isch wiit weg i fremde Ort; ich ha e Sache, wo ich empfinde, sie isch tief im Herz.“ (Bai Juyi) sowie „Boge muess stark gspannt werde, Pfeil muess lang sii; Mensch muess zuerst Ross schiesse, Feind muess zuerst König fang“. (Du Fu). Dä Autor nimmt e positive Position zum Satzanzahl.
Au d’Inländischi Gelehrte Dong Jitang unterstüzt das und meint, Sätz wie „nöd wütend nöd öppne, nöd verzwiiflet nöd usbringe“ oder „wer sich sälber zerstört cha mer nöd sage, wer sich sälber ufgit cha mer nöd nutze“ sind parallel Sätz und kei Antithese, will d’Wortform ähnlich isch und d’Bedeutig parallel isch.
Cai Moufang nimmt au e positive Sicht: „Reihig zeigt paralleli Beziehung vo gleiche Art, es git kei obere Limit vo Satzzahl.“
Aber Gelehrte wie Huang Qingxuan, Shen Qian, Huang Lizhen, Tang Songbo und Cheng Weijun lehne das ab und sage, Reihig muess mindestens drei Sätz ha, um Verwirrig mit Antithese z’vermeide. Ma Ruichao seit: „Mindestens drei ähnlichi Strukture sind nötig, erst denn entsteht d’typischi Form vo Reihig.“
Yang Chunlin und Liu Fan sage klar: „Antithese isch zweipolig, Reihig isch dreipolig oder meh; Antithese isch symmetrisch, Reihig isch kettenartig.“
Dä Autor meint, dass zweisätzigi paralleli Form zwar sehr häufig isch und oft ähnlich wie Reihig wirkt, aber will es klarer Unterscheidig vo Antithese bruucht, wird sie besser als „Parallel-Doppel-Satz“ klassifiziert.
2, Wortanzahl
Antithese basiert uf Symmetrie, drum muess d’Wortzahl gliich sii. Reihig het kei so Beschränkig, drum sind Schwankige erlaubt. Das hilft, Starrheit z’vermeide und d’Sprach lebendiger z’mache.
(3) semantischi Untersuechig
Däbe wird untersucht (1) Wortbedeutig und (2) Satzbedeutig.
1, Wortbedeutig
Reihig isch e „gleichi Kategorie vo Ordnung“, Antithese isch e „Gegesatz vo Kategorie“. Bi Reihig sind Wortbedeutige ähnlich oder parallel; bi Antithese sind sie gegesätzlich (positiv vs negativ).
2, Satzbedeutig
Reihig het e enge Verbindung zwüsche de Sätz; sie sind logisch oder thematisch verknüpft. Antithese zeigt gegesätzligi Paarigkeit und Opposition zwüsche Sätz.
Verglichstabelle: Reihig und Antithese
Reihig: Definition
Drei oder meh strukturell ähnlichi Sätz oder Satzteile mit glichmässigem Tonfall und verwandter Bedeutig, wo parallel oder verwandt Inhalt usdrücke.
Antithese: Definition
Zwei Sätz mit gleicher Wortzahl, gleicher Struktur, ähnlicher grammatikalischer Ordnung, aber bedeutungsmässig ähnlich oder gegesätzlich, in paarwiiser Form.
Klassifikation
Reihig: nach Form (Phrase-, Einzelsatz-, Mehrsatz-, Abschnitt-Reihig); nach Bedeutung (parallel, anschliessend, steigernd).
Antithese: streng/locker; positiv/negativ; Satzpaar-Typen (kurz, einfach, lang).
Unterschied – Form
Reihig: mindestens drei Elemente; kettenartig; Wortzahl flexibel; ähnliche Form oft wiederholt.
Antithese: genau zwei Elemente; symmetrisch; Wortzahl gleich; Wortwiederholig wird vermiede.
Unterschied – Inhalt
Reihig: ähnliche oder verwandti Bedeutige.
Antithese: zusätzlich gegesätzlichi Bedeutige möglich.
Unterschied – Eigenschaft
Reihig: Elemente sind unabhängig aber gleichwertig.
Antithese: beide Teile sind gegenseitig abhängig.
Unterschied – Wirkung
Reihig: verstärkt Rhythmus, steigert Emotion, erzeugt kraftvolli Sprachwirkung.
Antithese: wirkt geordnet, klangvoll, reichhaltig und gut lesbar.
Zwei, Reihig und Wiederholig
(1) ästhetische Grundlage
Reihig basiert uf Balance und Harmonie, also Einheit i Vielfalt; Wiederholig basiert uf Regelmässigkeit und Wiederkehr, also Vielfalt innerhalb vo Gleichförmigkeit.
(2) formali Unterschied
Reihig verlangt ähnliche Struktur, aber unterschiedliche Wörter; Wiederholig erlaubt gleiche Wörter oder Teilwiederholig. Reihig stärkt Sprachfluss durch Strukturähnlichkeit; Wiederholig durch direkte Wiederholung.
Repetition fokusiert uf Wort- oder Satzwiederholig; Reihig fokusiert uf strukturelli Ähnlichkeit. Reihig isch kontinuierlich; Wiederholig cha au unterbroche sii.
Beispiel Gedicht von Luo Ying „Nacht“
D Nacht versteckt sich im unruhige Warte im Auge vo dr Chatz
D Nacht versteckt sich im verwirrte Haar vom Frau
D Nacht versteckt sich im verlorene Glocke vom Tempel
D Nacht versteckt sich im gebrochene Duft vom altem Holz
Und ich bin im Auge vo dr Nacht
Und ich bin im Haar vo dr Nacht
Und ich bin im Tempel vo dr Nacht
Und ich bin im Holz vo dr Nacht
Ich schneide d Nacht Stück für Stück
Ich rezitiere d Nacht Stück für Stück
Ich entzünde d Nacht Stück für Stück
Ich wecke d Nacht Stück für Stück
Die Struktur isch sehr regelmässig. Erste Abschnitt zeigt zwei Paare, zweite Abschnitt isch paralleli Reihig, dritte Abschnitt isch Satz- und Abschnitt-Reihig kombiniert mit Wiederholig vo „Stück für Stück“. Bedeutig zeigt anschliessend und steigerndi Struktur.
Vergleichstabelle Reihig und Wiederholig
Unterschied
Reihig: mehrere Bilder folgen geordnet und strukturiert; Struktur muss ähnlich sii; basiert uf Einheit i Vielfalt.
Wiederholig: ein Bild wiederholt sich; Struktur kann unterschiedlich sii; basiert uf Wiederkehr.
Gemeinsamkeit
Wiederholte Wörter oder Formen chönd Teil vo Reihig sii.
Drittes Kapitel: Parallelismus und Steigerung (Climax)
(a) Unterschied im Betrachtungspunkt
„Die Steigerung richtet den Blick auf die Bedeutung; ihr Merkmal ist die Abstufung (auf- oder absteigend). Der Parallelismus richtet den Blick auf die Form; sein Merkmal ist die formale Gleichstellung.“⁵²
(b) Unterschied in der Anordnungsgrundlage
„Da die einzelnen Glieder des Parallelismus unabhängig und gleichwertig sind, kann ihre Beziehung nur eine nebenordnende und fortlaufende sein. Wenn eine Reihe von Sätzen so angeordnet ist, dass zwischen ihnen eine steigernde oder abnehmende Beziehung besteht, handelt es sich um die rhetorische Figur der Steigerung und nicht um Parallelismus.“⁵³
„Die Reihenfolge des Parallelismus kann gelegentlich vertauscht werden, die Reihenfolge der Steigerung darf jedoch absolut nicht verändert werden.“⁵⁴
Anmerkungen
1 Lu Jiaxiang, Chi Taining (Hrsg.): Wörterbuch der erklärten rhetorischen Figuren. Hangzhou: Zhejiang Education Press, 1990, S. 166.
2 Cheng Weijun et al. (Hrsg.): Kompendium der Rhetorik. Taipeh: Jianhong, 1991, S. 829.
3 Chen Kui aus der südlichen Song-Dynastie sagte im „Wen Ze“: „Wenn mehrere Sätze eine Art von Zeichen verwenden, dann wird die Sprachkraft gestärkt und der Bedeutungsraum erweitert.“
4 Wang Guowei: „Renjian Cihua“. Taipeh: Tianlong Verlag, 1981, S. 24.
5 Ebenda, S. 58.
6 Huang Qingxuan: „Rhetorik“. Taipeh: Sanmin, 2002, S. 652.
7 Ma Ruichao, hrsg. Wu Zhankun: Allgemeine Theorie der rhetorischen Figuren. Shijiazhuang: Hebei Education, 1990, S. 203.
8 Ebenda, S. 197.
9 Huang Qingxuan: „Rhetorik“. Taipeh: Sanmin, 2002, S. 651.
10 Liu Huanhui: Grundriss der Rhetorik. Nanchang: Baihuazhou Literatur, 1991, S. 371.
11 Zhang Hanliang, Xiao Xiao (Hrsg.): Einführung in die moderne Dichtung, Band 1. Taipeh: Guxiang, 1979, S. 65.
12 aus: Ya Xian, Gedichtsammlung. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 71–72.
13 aus: Ye Weilian, „Die Stimme der Blüte“. Taipeh: Four Seasons, 1977, S. 141–144.
14 aus: Yu Guangzhong, Ausgewählte Gedichte I: 1949–1981. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 231–235.
15 Cheng Weijun et al. (Hrsg.): Kompendium der Rhetorik. Taipeh: Jianhong, 1991, S. 830.
16 aus: Shang Qin, „Traum oder Morgendämmerung und andere“. Taipeh: Shulin, 1988, S. 78–82.
17 aus: Luo Fu, „Wegen des Windes“. Taipeh: Jiuge, 1997, S. 296–301.
18 aus: Zhang Cuo, „Lied des Wanderers“. Taipeh: Shulin, 2004, S. 45–47.
19 siehe Cheng Weijun et al. (Hrsg.): Kompendium der Rhetorik. Taipeh: Jianhong, 1991, S. 830.
20 aus: Zhang Mo, „Gedichtauswahl des Jahrhunderts“. Taipeh: Erya, 2000, S. 82–84.
21 aus: Yu Guangzhong, Ausgewählte Gedichte II: 1982–1998. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 3–4.
22 Cheng Weijun et al. (Hrsg.): Kompendium der Rhetorik. Taipeh: Jianhong, 1991, S. 830.
23 aus: Yu Guangzhong, Ausgewählte Gedichte I: 1949–1981. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 291–292.
24 Cai Zongyang: Angewandte Rhetorik. Taipeh: Hongfan, 1986, S. 197.
25 Ebenda, S. 207.
26 aus: Zheng Chouyu, Gedichtsammlung I: 1951–1968. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 49.
27 aus: Yang Mu, Zheng Shusen (Hrsg.): Moderne chinesische Gedichte I. Taipeh: Hongfan, 1989, S. 62–63.
28 aus: Walis Nokan: „Erneute Feldforschung von I-neng“. Taichung: Morning Star, 1999, S. 28–31.
29 aus: Yu Guangzhong, Ausgewählte Gedichte I: 1949–1981. Taipeh: Hongfan, 1981, S. 270–271.
30 aus: Li Yufang: Gedichte aus dem Dorf Smangus. Kaohsiung: Chunhui, 2003, S. 119–121.
31 aus: Luo Fu, „Magisches Lied“. Taipeh: Penglai, 1981, S. 162–163.
32 Chen Wangdao: „Einführung in die Rhetorik“. Hongkong: Daguan, 1964, S. 201.
33 Shen Qian: Rhetorik (Band 2). Taipeh: National Open University, 1991, S. 46.
34 Huang Qingxuan: „Rhetorik“. Taipeh: Sanmin, 2002, S. 654.
35 Cai Moufang: Überblick über den Vergleich von Stilfiguren. Taipeh: Taiwan Student Bookstore, 2001, S. 108.
36 Ebenda, S. 108.
37 Ebenda, S. 112.
38 Ebenda, S. 112.
39 Chen Wangdao: „Einführung in die Rhetorik“. Hongkong: Daguan, 1964, S. 201–202.
40 Dong Jitang: Analyse der Rhetorik. Taipeh: Wenshizhe, 1992, S. 342.
41 Ebenda, S. 110.
42 Huang Qingxuan: „Rhetorik“. Taipeh: Sanmin, 2002, S. 654.
43 Shen Qian: Rhetorik (Band 2). Taipeh: National Open University, 1991, S. 47.
44 Huang Lizhen: Praktische Rhetorik (erweiterte Ausgabe). Taipeh: Guojia, 2004, S. 436.
45 Tang Songbo, Huang Jianlin (Hrsg.): Großes Wörterbuch der chinesischen rhetorischen Figuren. Taipeh: Jianhong, 1996, S. 356.
46 Cheng Weijun et al. (Hrsg.): Kompendium der Rhetorik. Beijing: China Youth Press, 1991, S. 609.
47 Ebenda, 1990, S. 185.
48 Yang Chunlin, Liu Fan (Hrsg.): Großes Wörterbuch der chinesischen rhetorischen Kunst. Xi’an: Shaanxi People’s Press, 1991, S. 528.
49 Ebenda, S. 112.
50 Liu Huanhui: Grundriss der Rhetorik. Nanchang: Baihuazhou Literatur, 1991, S. 413–414.
51 aus: Luo Ying, „Der Wolkenfänger“. Taipeh: Linbai, 1982, S. 95.
52 Tan Yongxiang: Ästhetik der chinesischen Rhetorik. Beijing: Beijing Language Institute, 1992, S. 456.
53 Yang Chunlin, Liu Fan (Hrsg.): Großes Wörterbuch der chinesischen rhetorischen Kunst. Xi’an: Shaanxi People’s Press, 1991, S. 529.
54 Tan Yongxiang: Ästhetik der chinesischen Rhetorik. Beijing: Beijing Language Institute, 1992, S. 456.
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